FOCI – Mein erstes Kickstarter Produkt

13. April 2019

Möchtest du lernen, wie du noch konzentrierter lernen und/oder arbeiten kannst? Ein kleines Gadget namens „FOCI“ soll dir dabei helfen. Ich stelle euch ja immer mal wieder interessante Kickstarter-Kampagnen im Technikbereich vor, aber kaufe/unterstütze die vorgestellten Gadgets nur selten. FOCI ist so ein Ausnahmefall – es war preislich gerade noch so im Budget, versprach einen wirklichen Alltagsnutzen (statt nur eine coole Spielerei zu sein) und die Kickstarter-Kampagne wirkte seriös. Die anderen 2 von mir unterstützten Kickstarter-Projekte haben es entweder nicht bis zur vollen Finanzierung geschafft oder wurden abgebrochen, weshalb FOCI mein erstes Produkt von Kickstarter ist. Gestern ist das kleine Gadget bei mir angekommen und heute möchte ich dir das Gerät genauer vorstellen und meine ersten Eindrücke mit dir teilen.

Was ist FOCI?

Foci ist ein kleiner Clip, den du an deiner Hose befestigst (siehe Artikelbild). Er misst deinen Atemrhythmus und soll dadurch erkennen, ob du konzentriert, abgelenkt, ruhig oder gestresst bist. Dazu wird eine selbstlernende Software verwendet, die in Zusammenarbeit mit einer Universität entwickelt wurde. Die Kickstarter-Kampagne hat das Finanzierungsziel innerhalb von 5 Stunden erreicht. Hier die wichtigsten Features, die von den Machern dieses Gadgets versprochen werden:

  • Tracking deines geistigen Zustands während du lernst oder arbeitest
  • Eine auf den Tracking-Daten basierende Coaching-Funktion, die dir Tipps gibt wie du deine Konzentrationsfähigkeit noch verbessern kannst
  • Feedback via Vibrationsalarm, wenn du eine Fokus- oder Flow-Phase verlässt / unterbrichst.
  • Statistiken, „Achievements“ (Meldungen wie „5 Minuten perfekter Konzentration – weiter so“) und Einstellungsmöglichkeiten in der dazugehörigen FOCI App.

Diese Funktionen sind wirklich interessant für mich, da ich sowohl bei meiner Arbeit als Web-Entwicklerin als auch bei der Arbeit an diesem Blog und dessen Neben-Projekten (E-Books etc.) eine gute Konzentrationsfähigkeit brauche, um meine Aufgaben gut zu erledigen und schnell voran zu kommen. Außerdem interessiere ich mich dafür, auf der Grundlage von Daten (von FOCI, von meinem Fitness-Tracker etc.) mehr über mich selbst zu erfahren und an mir zu arbeiten. Wenn wir jetzt eh schon im subjektiveren Teil dieses Artikels sind, können wir auch gleich mit meinen ersten Erfahrungen weitermachen.

Meine ersten Eindrücke und Erfahrungen mit FOCI

Als ich das Gadget gestern im Briefkasten hatte, habe ich mich sehr gefreut, denn nach über einem Jahr seit Unterstützung der Kickstarter-Kampagne hatte ich das Projekt schon fast vergessen. Ich packte das Gerät aus und fand es zusammen mit einem USB←→Mini-USB Kabel in der Schachtel – jedoch ohne Anleitung. Ich wusste noch, dass man FOCI zusammen mit einer App benutzt – also suchte ich die App im App Store, jedoch ohne Erfolg. Dann wollte ich das Gerät erst mal aufladen, aber es vibrierte beim Aufladen wie verrückt so dass ich schon Sorge hatte, dass ich ein kaputtes Gerät erwischt hätte. Dann fand ich aber einen QuckStart Guide in der Kickstarter Kampagne unter „Updates“ und stellte im Kommentarbereich die Frage, ob der ständige Vibrationsalarm beim Aufladen normal sei. Ich erfuhr, dass dieses Phänomen auftritt, wenn die Batterie „extrem niedrig“ ist.

Also ließ ich das Gadget wie empfohlen für 20 Minuten an der Steckdose und siehe da, alles funktionierte wie gewünscht. Ich konnte das Gerät mit der App verbinden, konnte das Firmware-Update durchführen (zuvor blieb der Fortschritt bei 10% stehen) und konnte FOCI jetzt endlich ausprobieren. Ich hatte mir Testszenarien ausgedacht, um die Genauigkeit des Gerätes zu prüfen. Erst schrieb ich eine lange Mail und die App zeigte mir auch „Focused“ (also konzentriert) an, dann wechselte ich zu YouTube und begann, ein unterhaltsames Video zu schauen (kein Wissensvideo wie ein Tutorial oder eine Doku, da damit ja auch Phasen der Konzentriertheit auftreten könnten). Die FOCI-App zeigte mir dann auch an, dass ich von „Focused“ zu „Feeling Calm“ wechselte, also meine Konzentrationsphase beendet hatte. Dies geschah jedoch mit einer gewissen Verzögerung (ca. 30 – 45 Sekunden).

Nicht schlecht, gerade weil mir auch angezeigt wurde, dass die Software beim Fortschritt des Selbstlernprozesses immer noch bei 0 stand. Die App wird mich also nach und nach besser „kennenlernen“ und so auch immer genauer. Was mir aber aufgefallen ist, waren die häufigen Abbrüche der Verbindung zwischen Smartphone und Gadget. Dies ist den Machern aber bekannt und sie werden das Problem in einem zukünftigen Software-Update beheben. Wer Produkte aus Kickstarter-Kampagnen kauft muss sich bewusst sein, dass das Produkt möglicherweise noch ein par „Kinderkrankheiten“ haben wird. Ich bin gespannt, wie es mit dem Projekt weitergeht und ob ich mit FOCI langfristig noch konzentrierter und effektiver arbeiten kann.

Was hältst du von diesem Gadget und wofür würdest du es nutzen (Schule, Job, beim Arbeiten an Hobby-Projekten…)?

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Saski

About the Author

Saski

Ich bin die Betreiberin vom Blog, YouTube-Kanal und Podcast von Saski's Nerdtalk. Ich bin gelernte Fachinformatikerin - Anwendungsentwicklung und arbeite seit 3 Jahren als Webentwicklerin in Berlin. Neben der Entwicklung von Websites begeistere ich mich für das Internet, die YouTube-Szene, Gadgets, Virtual Reality, Smartphones und einige Games.

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