Holodeck 4.0 – Wie Fraunhofer die VR-Welt voranbringt

Stell dir vor du betrittst eine leere Halle, setzt eine Brille auf und wirst schlagartig in eine begehbare virtuelle Welt teleportiert – ob in ein 1:1 3D-Model deines Traumhauses, in ein 3D-Pacman Spielfeld oder in eine digitale Ausstellungs- und Eventfläche. Mit Holodeck 40 von Fraunhofer (das Projekt soll bald aber in ein eigenes Startup umgewandelt werden) ist das heute schon möglich. In diesem Post erfährst du, wie das Holodeck funktioniert und für welche Zwecke es verwendet werden kann.

Wie aus einer leeren Halle eine begehbare VR-Welt werden kann, stellte die Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen eines „Technologie-Briefings“ auf der CeBIT 2017 vor.

Für mehr als nur Games – das sind die Einsatzgebiete dieser innovativen Technologie

In der Präsentation wurden die folgenden Beispiele für mögliche Einsatzgebiete gegeben:

  • Profisport: Analyse und Nachbesprehung eines Spiels nicht per Video, sondern per begehbarer 3D-Aufnahme
  • Gebäudedesign: Architekten können ihre Entwürfe nicht nur am Computerbildschirm sehen, sondern können auch durch die Räume des Entwurfes laufen.
  • Hausbauer: Baut eine Familie ein Haus, kann der Entwurf des Traumhauses von der ganzen Familie in 3D besichtigt werden, bevor irgendwas gebaut wurde.
  • Freizeitparks: Geisterbahnen waren gestern – schon dieses Jahr könnte ein Freizeitpark ein virtuelles Halloween-Horrorhaus eröffnen, in dem noch viel mehr möglich ist als mit klassischen Darstellern, Props und Kulissen.
  • Fabrikbau: Momentan werden Fabrik-Entwürfe (z.B.. für die Autoproduktion) aufwändig mit Tischen und Pappkartons in leerstehenden Messehallen nachgestellt, um Abläufe zu testen. Das ganze kann jetzt einfach virtuell geschehen – und das sogar mit exakten 3D-Modellen der Maschinen statt mit Pappkartons.
  • Gaming: Stell dir vor, du spielst PacMan – aber nicht bequem per Smartphone auf dem Sofa, sondern in einem 3D-Spielfeld auf dem du wirklich vor den Geistern wegrennen musst. Da hat man Spaß und Ausdauertraining gleich miteinander kombiniert…

Die Technik dahinter

Die Nutzer bekommen Mobile VR Headsets auf (zB Plastik-Versionen von Google Cardboards) die durch nachträglich außen angebrachte Chips und/oder Marker im Raum getrackt werden. Dadurch bekommt jedes Headset immer genau das Bild, das zur aktuellen Position im Raum passt. Head Tracking wird natürlich auch unterstützt, so dass man sich nicht nur zu allen Seiten bewegen, sondern auch nach oben und unten schauen kann.

Ein ähnliches System wird auch beim Illusion Walk in Berlin verwendet, das momentan noch in der Beta-Phase ist. Ich habe mich gerade als Testerin beworben – und wer weiß, vielleicht hilft die Erwähnung hier ja etwas, so dass ich euch vor allen anderen davon berichten kann. Was hältst du von dieser Art von VR? Lasse mir doch einen Kommentar dazu da.

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Saski

About the Author

Saski

Ich bin die Betreiberin vom Blog, YouTube-Kanal und Podcast von Saski’s Nerdtalk. Ich bin gelernte Fachinformatikerin – Anwendungsentwicklung und arbeite seit 3 Jahren als Webentwicklerin in Berlin. Neben der Entwicklung von Websites begeistere ich mich für das Internet, die YouTube-Szene, Gadgets, Virtual Reality, Smartphones und einige Games.

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