Megaquarium Review

19. Oktober 2018

Ich bin ein großer Fan von Management- und Simulationsspielen. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die Entwicklerfirma hinter Megaquarium mir das Spiel zum Testen angeboten hat. In dem Spiel kümmerst du dich um Fische, versuchst Besucher anzulocken, dekorierst Aquarien und tust das alles, um möglichst viel Profit herauszuholen. HIer mein persönlicher Erfahrungsbericht.

Gameplay

Am Anfang mag Megaquarium ein bisschen wie ein Causual Game daherkommen, denn es gibt ähnliche Spiele auch fürs Smartphone, aber das hier hat genug Komplexität um auch Hardcore-Fans von Tycoon- und Management-Spielen zu begeistern. Du kannst Aquarien bauen und dekorieren, die effizientesten Wartungsbereiche designen, Getränke, Snacks und Souvenirs anbieten, neue Sachen erforschen und vieles mehr.

Spielmodi

Neben dem freien Spiel (Sandbox-Modus) gibt es den Karrieremodus, mit dem ich mich hauptsächlich beschäftigt habe. Hier bekommst du klare Zielvorgaben und wenn du diese erfüllst, schaltest du einen neuen Ort frei, den du aber nicht sofort betreten musst. Was ich ein bisschen schade finde: Wenn du an einem Ort alle Ziele erreicht hast und zum nächsten Level weitergehst, kannst du nicht mehr zurück – alle deine liebevoll gestalteten oder superprofitablen Einrichtungen sind dann nicht mehr erreichbar. mir wäre da ein System wie bei Two Point Hospital lieber, wo du auch neue Orte freischaltest, aber jederzeit an alten Levels weitermachen kannst -mit neuen Zielvorgaben für eine noch bessere Sterne-Bewertung. 

Spielablauf

Bei Megaquarium wird es nicht so schnell langweilig. An Anfang geht es hauptsächlich darum, Aquarien zu platzieren und Fische darin unterzubringen. Aber Achtung: Nicht alle Fischarten vertragen sich gut miteinander. Du musst auf die Kompatibilität achten um zu vermeiden, dass manche deiner kleineren Fische als Futter für die größeren enden. Jedes Aquarium braucht natürlich auch Heizung/Kühlung und genug Filter. Manche Meeresbewohner haben noch zusätzliche Anforderungen wie Höhlen, bestimmte Pflanzen oder Licht.

Nachdem du das alles gebaut hast, musst du dafür sorgen dass es Leute gibt, welche die Fische regelmäßig füttern. Außerdem wollen die Besucher nicht zwischen Pumpen, Filtern und Futterkisten herumlaufen. Deshalb gilt es, diese Wartungsbereiche vom Besucherbereich abzutrennen und den Besucherfluss durch Wände und Wegführung (Pfeile auf dem Boden) zu optimieren. Die Besucher haben auch Bedürfnisse wie Essen, Trinken oder aufs Klo gehen. Die entsprechenden Gegenstände und Räume müssen an passenden Stellen gebaut werden. Aber stell auch genügend Mülleimer hin, sonst schmeißen die Leute die Verpackungen ihrer Snacks und Getränke einfach auf den Boden.

Wenn die Basis-Infrastruktur steht, kannst du die Aquarien und die Wege mit verschiedenen Objekten dekorieren, neue Objekte erforschen, das Gebäude erweitern, einen Souvenir-Shop bauen, deinen Angestellten bestimmte Bereiche und Prioritäten zuweisen oder ein Podium bauen und dort Vorträge zu bestimmten Fischarten anbieten. 

Meine persönliche Meinung zum Gameplay

Auch wenn ich mich mit Fischen kaum auskenne macht es viel Spaß, das (möglichst) perfekte Besucher-Erlebnis zu gestalten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich alle Fische wohlfühlen und sich nicht gegenseitig auffressen. Man kommt nicht so schnell in Geldnot wie in anderen Management-Spielen wie z.B. Project Highrise oder Two Point Hospital, was ich als ziemlich entspannend empfinde. Ich weiß manchmal nicht was bestimmte Icons bedeuten sollen (die über einem Aquarium auftauchen, wenn es dort Probleme gibt), aber vielleicht liegt das daran dass ich ja ziemlich schlecht sehen kann. Ich finde es sehr interessant, verschiedene Orte (Level) mit jeweils anderen Bedingungen zu haben. Beispiel: An einem Ort ist es kalt und deshalb bringen die Heizungen für die Aquarien weniger Leistung. So hat man immer neue Herausforderungen, denen man sich stellen kann. Etwas schade finde ich, dass der Forschungsfortschritt anscheinend nicht übernommen wird – in einem neuen Level müssen also Objekte erneut erforscht werden, die man schon freigeschaltet hatte. Ich hätte mir auch mehr Statistiken und die Möglichkeit zum wirtschaftlichen Fine-Tuning (Preise ändern etc.) gewünscht. aber vielleicht kommt das ja noch.

Grafik und Sound

Mir gefällt der Grafikstil ziemlich gut. Er ist recht schlicht und passt zum Spiel. Die meiste Zeit spielst du in der Top-Down Ansicht, durch die eine gute Übersicht über das Geschehen hast. Es gibt aber auch eine First-Person Ansicht, durch die du das Ganze aus der Sicht eines Besuchers oder Angestellten anschauen kannst. Hier gibt es aber noch ein par Schwächen: Manche Wände schließen nicht gerade ab sondern gehen ein bisschen durcheinander durch und man kann in diesem Modus durch Wände & co laufen. Die Entwickler sind sich aber bewusst, dass es noch ein par Probleme mit der Kollisionserkennung gibt – z.B. auch bei dem Aquarium, durch das die Besucher mittendurch laufen können. Das Spiel wird regelmäßig aktualisiert und diese Kleinigkeiten werden dann behoben. Der Soundtrack ist nichts Besonderes aber fügt sich gut in die Gesamtatmosphäre des Spiels ein.

Fazit

Allen die gerne Management-Spiele spielen und ein relativ stressfreies, entspanntes Spiel mit Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung mögen, kann ich den Kauf von Megaquarum empfehlen. Alle die eine Hardcore-Wirtschaftssimulation mit dutzenden Statistiken und Einstellungsmöglichkeiten suchen, sollten sich lieber ein anderes Spiel suchen.

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Saski

About the Author

Saski

Ich bin die Betreiberin vom Blog, YouTube-Kanal und Podcast von Saski's Nerdtalk. Ich bin gelernte Fachinformatikerin - Anwendungsentwicklung und arbeite seit 3 Jahren als Webentwicklerin in Berlin. Neben der Entwicklung von Websites begeistere ich mich für das Internet, die YouTube-Szene, Gadgets, Virtual Reality, Smartphones und einige Games.

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