iPad verloren – was jetzt?

September 18, 2017

Vorletzte Woche habe ich meine Tasche mit iPad drin in der U-Bahn liegen gelassen aber letzte Woche habe ich ihn wiederbekommen. In diesem Artikel erzähle ich euch was ihr in solchen Situationen tun könnt und welche dramatischen Momente ich im Fundbüro miterleben musste.

Nach dem ich nach dem Umsteigen von der U-Bahn in den Bus festgestellt hatte, dass meine Tasche plötzlich fehlte, öffnet ich auf meinem iPhone die App „Find my iPhone, markierte mein iPad als verloren und hinterlegte eine Nachricht für Finder. Das alles half aber nichts, da die Batterie alle und/oder das iPad nicht mit dem Internet verbunden war. Trotzdem rate ich euch, für eure mobilen Geräte Sicherheits- und Tracking-Funktionen wie diese einzurichten (gibt es bestimmt auch für Android).

Danach füllte ich sofort ein Online-Suchanfrageformular des Fundbüros aus und achtete darauf, folgende Angaben zu machen:

  • Beschreibung: Wie sieht euer Gerät aus? Gibt es Merkmale wie bei mir ein schwarzes Tastatur-Case? Wie sieht ggf. die Tasche aus in dem sich das Gerät befindet?
  • Ort und Zeit: Welche Bus-/Bahnlinie? Welche Haltestelle? Welche Uhrzeit?
  • Identifizierung: Ist in der gleichen Tasche auch ein Ausweis von euch, ein Namensschild oder irgendwas, mit dem du beweisen kannst, dass die Tasche bzw. das Gerät dir gehört?

Ein par Tage später erhielt ich eine Mail vom Fundbüro, dass eine Tasche mit iPad gefunden wurde. Ich sollte vorbeikommen um den Fund zu identifizieren. Die Öffnungszeiten lagen aber komplett innerhalb meiner Arbeitszeiten. Ich sprach aber mit meinem Kollegen und stellvertretenden Teamleiter (unser Teamleiter ist gerade im Vaterschaftsurlaub) und er sagte, dass ich am Donnerstag später kommen könne. Also fand ich mich letzten Donnerstag frühestmöglich im Fundbüro ein. Ich musste erst mal warten, weil es zwischen dem Fundbüro-Mitarbeiter und dem „Kunden“ vor mir Missverständnisse gab, da der U-Bahn Fahrgast vor mir, der auf der Suche nach dem Schulrucksack seines Sohnes war, wohl ein par Sprach-Verständnisprobleme hatte (er hatte auch einen starken russischen Akzent). Dann war ich dran. Ich sagte dass eine Tasche mit iPad drin gefunden worden sei, aber der Mitarbeiter fand keine in seinem System. Er fragte nach der Fundnummer, die ich per Mail erhalten hatte, aber die Mail konnte irgendwie nicht geladen werden. Also ging ich raus um besseren Empfang im mobilen Datennetz zu bekommen. Endlich konnte ich ihm die Fundnummer zeigen und er fand meine Tasche dann auch sofort in seinem System und seinem Lager.

Dann sollte ich das iPad entsperren um zu beweisen, dass es wirklich mir gehört. Das Problem: Das iPad brauchte fast eine Stunde, bevor es genug geladen war um sich endlich einzuschalten. Ich saß also auf einem der Warteplätze, schaute ungeduldig aufs Handy und hoffte, dass das iPad endlich gleich an geht so dass ich noch rechtzeitig zur Teambesprechung bei der Arbeit sein konnte. Während dem Warten kamen viele andere Leute rein, die in der Bahn etwas verloren hatten. Die Atmosphäre und Stimmung in dem BVG-Fundbüro war gereizt und angespannt. Die Fundbüro-Mitarbeiter stritten untereinander wegen eines rosa iPhones, dass einer der Mitarbeiter anscheinend verlegt hatte. Den Mitarbeitern schien ihr Job nicht gerade Spaß zu machen, da sie einen gestressten und leicht genervten Eindruck auf mich machten. Die Anspannung übertrug sich wohl auch auf die Menschen, die hereinkamen um einen verlorenen Gegenstand wieder zu bekommen. Einer von ihnen bekam nicht die Antwort die er hören wollte, fühlte sich missverstanden und begann damit, den Mitarbeiter zu beschimpfen und zu beleidigen. Es begann damit, dass er den Chef des Mitarbeiters sprechen wollte, da der Mitarbeiter „keinen Verstand“ hätte. Zum Schluss rannte der Suchende heraus, während er üble Schimpfwörter von sich gab. der Fundbüro-Mitarbeiter rannte ihm nach um ihn zur Rede zu stellen. Ich hatte das Gefühl dass gleich eine Schlägerei beginnen würde und fühlte mich deshalb sehr unwohl. Der beleidigte Mitarbeiter konnte zum Glück von seinem Kollegen zurückgerufen werden. Dann endlich ging mein iPad an, ich konnte es entsperren, meine 7 Euro Servicegebühr zahlen und endlich gehen.

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Saski

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Saski

Ich bin die Betreiberin vom Blog, YouTube-Kanal und Podcast von Saski's Nerdtalk. Ich bin gelernte Fachinformatikerin - Anwendungsentwicklung und arbeite seit 3 Jahren als Webentwicklerin in Berlin. Neben der Entwicklung von Websites begeistere ich mich für das Internet, die YouTube-Szene, Gadgets, Virtual Reality, Smartphones und einige Games.

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