YouTube vs. Bloggen – Was ist das Richtige für Dein Projekt?

November 12, 2016

Da du dich natürlich sehr gut im Netz auskennst weißt du ja, dass YouTube-Channels und Blogs sehr beliebt sind und sich gut dafür eignen, die eigenen Ideen, das eigene Wissen und andere kreative oder hilfreiche Dinge mit der Welt zu teilen. Aber was solltest du jetzt starten – einen YouTube-Kanal oder ein Blog? Beides auf Einmal ist machbar aber bedeutet doppelten Aufwand. Hier kommen meine Erfahrungen und Tipps aus eigenen YouTube- und Blogprojekten.

Eins vorweg: Beides zu haben ist auf jeden Fall sehr sinnvoll. Eine eigene Website gehört dir – die kann dir niemand nehmen – aber ein YouTube-Kanal gehört YouTube und kann daher ohne Grund gelöscht oder gesperrt werden. YouTube-Videos sind aber beliebter und werden mehr geteilt als Blogbeiträge. Beides auf einmal aufzubauen kostet viel Zeit, denn du musst lernen mit einer Kamera umzugehen und Videos zu schneiden während du dich mit WordPress-Plugins, Theme-Anpassungen und anderem technischen Website-Zeugs rumschlägst. Deshalb kann ich nur empfehlen dich erst mal auf eine Sache zu konzentrieren. Welche das ist, hängt ganz von deinem Thema, deinen Zielen usw. ab, aber vielleicht können dir ja die folgenden Erfahrungen, Tipps und Beispiele weiterhelfen.

Die Vorteile von YouTube

  • Community: Ich hatte in meiner ersten Woche mehr Kommentare auf YouTube-Videos als im ersten Monat eines zugehörigen Blog-Projektes. Die Leute kommentieren und teilen häufiger.
  • Beziehung: Wenn man deine Stimme hört oder dich im Video sieht kann man schneller eine Verbindung zu dir aufbauen, als wenn mein einen Text von dir liest. Deshhalb gibt es auch von Teenies bejubelte „Youtube-Stars“ und keine „Blogging-Stars“.
  • Kreativität: Man hat bei einem Video mehr kreative Gestaltungsmöglichkeiten als bei einem Blog
  • Wachstum: Videos werden immer und immer beliebter. Jährlich steigen die weltweiten Aufruftahlen

Die Vorteile eines Blogs

  • Ernsthaftigkeit: Blogger werden an einigen Stellen ernster gnommen als YouTuber. So kann man sich z.B. bei einigen Technik-Messen als Blogger anmelden und hat damit quasi Journalisten-Status. YouTuber werden dagegen bei solchen Dingen oft nicht anerkannt.
  • Eigentümerschaft: Als Blogger hast du die Kontrolle über deine Plattform (dein Blog), Es kann dir niemand sparren oder löschen. Außerdem kannst du über eine Newsletter-Anmeldung selbst in den Besitz der Kontaktdaten deines Publikums kommen – bei einem Videokanal kann nur YouTube deine Abonnenten per Mail kontaktieren.
  • Unabhängigkeit von Adsense: Bei deinem Blog ist es deine Entscheidung, ob oder von welchem Anbieter du Werbung schaltest. Hat jemand auf YouTube absichtlich ständig auf deine Werbung geklickt, kann dich Adsense wegen Klickbetrugs sperren. Dann kannst du deine Videos nicht mehr über Werbung monetarisieren. Bei deiner Website könntest du in diesem Fall einfach den Werbe-Anbieter wechseln.
  • Suchmaschinenoptimierung: Videos ranken zwar gut, da YouTube zu Google gehört, aber Google kann den Inhalt deines Videos nicht verstehen, da Suchmaschinen keine Bilder „lesen“ können. Besuchreibung, Untertitel usw. helfen zwar, das Thema und den groben inhalt heruaszufinden, bei einem geschriebenen Artikel können

Gaming: Review-Blog oder Let’s Play Kanal?

Gerade der Gaming-Bereich auf YouTube ist sehr überlaufen,  deshalb ist es dort besonders schwer sich ein Publikum aufzubauen. Wenn du nur Gameplay zeigen willst, rate ich dir zum Livestreaming (z.B. auf Twitch). Dort können neue Zuschauer auch zufällig auf dich stoßen und du kannst sie dann später auf dienen YouTube-Kanal verweisen. Deine Livestream-Aufzeichnungen kannst du nach dem Stram auch auf YouTube stellen. Für Gameplay empfehle ich also YouTube + Livestreaming

Wenn du aber vor allem Reviews von Spielen machen möchtest, rate ich dir eher zu einem Blog. Dort kannst du in die Tiefe gehen, denn die Aufmerksamkeitsspanne ist bei Blog-Lesern etwas höher als auf YouTube. Auf der VIdeoplattform gibt es nämlich mehr möglichkeiten zum Weiter- bzw. Wegklicken als auf deiner eigenen Website. Später wenn dein Review-Blog dann etwas etablierter ist, kannst du deine Argumente mit kurzen Gameplay-Videos unterstreichen, in deren Beschreibung dein Review-Artikel verlinkt ist. Ein Blog wäre also ein guter Ausgangspunkt für dieses Projekt.

How-Tos: Video-Walkthrough oder Step-By-Step im Blogartikel?

Für Tutorials eigenen sich Videos wirklich sehr gut, da die Zuschauer einfach nachmachen können, was sie sehen. Hier kann ich dir einen YouTube-Kanal sehr ans Herz legen. Später kannst du einen Blog starten, in dem du weitere Resourcen (z.B. Bücher mit weiteren Tipps & Infos) vorstellst oder weiterführnde Infos bereitstellst.

News: Nachrichten-Show auf YouTube – oder doch lieber ein Blog als News-Magazin?

Blogs eignen sich hervorragend für News, denn sie sind chronologisch geordnet und neue Artikel lassen sich auch unterwegs gut schreihen, wohingegen man nicht ständig über eine Kamera und gutes Licht verfügt. Starte also mit einem Blog und füge vielleicht ein par Monate spärer ein wöchentliches YouTube-Newsformat mit den wichtigsten Neuigkeiten hinzu.

War deine Projet-Idee hier nicht dahei?

Dann schreib mir doch einfach in den Kommentaren welche Art von Inhalten du machen möchtest und ich werde dir so gut wie möglich weiterhelfen. Auch Fragen zu diesem Thema nehme ich jederzeit dankend entgegen. Ich freue mich, dass du dir Zeit genommen hast, diesen langen Artikel bis zum Ende zu lesen. Schaue doch auch mal bei mir auf YouTube vorbei.

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Saski

About the Author

Saski

Ich bin die Betreiberin vom Blog, YouTube-Kanal und Podcast von Saski's Nerdtalk. Ich bin gelernte Fachinformatikerin - Anwendungsentwicklung und arbeite seit 3 Jahren als Webentwicklerin in Berlin. Neben der Entwicklung von Websites begeistere ich mich für das Internet, die YouTube-Szene, Gadgets, Virtual Reality, Smartphones und einige Games.

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