Die Säulen der Erde – das Spiel – Review

August 1, 2017

Am 15. August veröffentlicht Daedelic Entertainment das Spiel zum bekannten und beliebten historischen Roman „Die Säulen der Erde“. Ich habe vorab einen Steam-Key für die Review-Version erhalten und darf euch heute endlich meine Meinung dazu sagen.

Vorab als kleiner Hinweis: Ich bin nicht ganz unvoreingenommen was dieses Spiel betrifft, weil ich ein Fan des Buches bin, auf dem das Spiel basiert.

Das Spiel im Stil eines Point & Click Adventures ist in drei Teile aufgeteilt, von denen erst mal nur das erste erscheint. Die anderen beiden kann man einzeln oder durch einen Season Pass erwerben, was mir irgendwie das Gefühl gibt, dass das Spiel nur zu einem Drittel fertig ist, aber damit schon mal Geld gemacht werden soll. Der erste Teil besteht aus sieben Kapiteln. Jedes Kapitel habe ich in ca. 1-2 Stunden durchgespielt, was einen Gesamtumfang von 8-14 Stunden Spielzeit ergibt.

Die Story ist toll inszeniert. Die Atmosphäre, die Musik und die Cutscenes (von denen es viele gibt, was bei einem so storylastigen Spiel bzw. „interaktiven Roman“ auch nichts schlechtes ist) haben oft für Gänsehaut-Momente gesorgt.
Man trifft im Spiel öfters schwierige Entscheidungen, zB ob man jagenden verraten soll, der Schlüssel geklaut hat. Einerseits will man keine „Petze“ sein, andererseits will man das kriminelle Verhalten durch sein Schweigen nicht auch noch unterstützen. Diese Entscheidungen werden am Schluss des Kapitels noch mal aufgelistet, aber haben leider keine großen Auswirkungen auf das weitere Spiel. Das ist aber auch verständlich, da sich die Geschichte ja nach der Buchvorlage richtet.
Neben solchen Entscheidungen besteht das Spiel auch viel aus Dialogen. Hier gibt es aber meistens ein Zeitlimit fürs Auswählen der Antwort. Wegen meiner Sehschwäche habe ich manchmal zu lange fürs Lesen gebraucht, so dass das Limit abgelaufen und irgend eine Antwort ausgewählt wurde. Man kann aber nicht nur reden, sondern auch bestimmte Aktionen ausführen, bei denen es auf schnelle Reaktion ankommt. Wenn man zB mit seiner Steinschleuder jagen geht oder aus einer fast ausgetrockneten Pfütze das letze Wasser holt, muss man dann klicken, wenn ein sich schnell bewegender Punkt sich in grünen Bereichen befindet, damit die Aktion erfolgreich ausgeführt werden kann. Hier habe ich so meine Schwierigkeiten, da meine Reflexe wohl zu langsam sind.
An einigen Stellen dieser doch meist ernsten Geschichte wird man zum Schmunzeln gebracht, zB wenn der Klosterchor bei der Probe wegen einer kleinen Ablenkung aus dem Takt gerät und alle wild durcheinander singen. Der Chor wurde von einem Charakter geleitet der, wenn ich das richtig gehört habe, vom bekannten Let’s Player Gronkh gesprochen wurde, der ja schon an anderen Daedelic Spielen beteiligst war. Allgemein ist die Vertonung der Dialoge und Cuscenes sehr gut gelungen. Mir ist aber aufgefallen, dass sich Gespräche zwischen den NPCs, die im Hintergrund laufen, beim erneuten Betreten eines Raumes manchmal wiederholen bzw. von vorne beginnen.
Sonst sind mir aber kaum Bugs oder Probleme aufgefallen, nur in seltenen Fällen konnte ich plötzlich nichts mehr anklicken. Ich musste dann mit Escape ins Menü gehen und dieses dann wieder verlassen. Danach konnte ich wieder mit allem interagieren. Das kann aber in der finalen Version behoben sein – ich habe das Spiel ja in der Review-Version durchgespielt.
Die handgezeichnete Grafik gefällt mir gut.
Man bekommt immer angezeigt was man als Aufgabe hat und kann sich auch alle Interaktionspunkte anzeigen lassen, damit man kein „Pixel Hunting“ betreiben muss. Ein par wenige Male sind die Aufgabentexte aber auch irreführend. ZB heißt einer „warte auf Mama“. MAn kann warten so viel man will, sie kommt nicht – man muss sein Zuhause verlassen, erst dann geht es mit der Geschichte weiter.

Ich persönlich bin ein Fan von dem Buch und dem Spiel dazu – die kommenden 2 Teile werde ich mir auf jeden Fall holen. In den nächsten Tagen werde ich auch ein Gameplay-Video dazu veröffentlichen.

Ken Follett: Die Säulen der Erde StandardPlayStation 4
  • Der Bestseller als Interactive Novel
  • Einer der erfolgreichsten Romane aller Zeiten, nun endlich als Videospiel adaptiert
  • Verändere die Ereignisse des Romans und entscheide über die Schicksale seiner Charaktere
  • Erweckt das England des 12. Jahrhunderts mit über 200 handgemalten Hintergründen zum Leben
  • Mit Erik Range alias Gronkh in der Rolle des Kantors - im englischen Original gesprochen von Ken Follett

Letzte Aktualisierung am 17.08.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Saski

Ich bin die Betreiberin vom Blog, YouTube-Kanal und Podcast von Saski's Nerdtalk. Ich bin gelernte Fachinformatikerin - Anwendungsentwicklung und arbeite seit 3 Jahren als Webentwicklerin in Berlin. Neben der Entwicklung von Websites begeistere ich mich für das Internet, die YouTube-Szene, Gadgets, Virtual Reality, Smartphones und einige Games.

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